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Sonntag, 25. Juli 2010

Rückfälliger Firefox 3.6

Ein gelöst geglaubtes Problem und die damit verbundenen Zweifel an der Zukunft von Mozilla Firefox kehren zurück. Mit Firefox 3.6.x sind wir inhaltlich wieder bei den ersten 3.0.x Versionen angelangt, Downloads unabhängig von den Windows Internetoptionen für den Internet Explorer sind nicht möglich, vergleiche den alten Eintrag vom 28.09.2010.

Das einzig Positive an dem Schlamassel, ebenfalls wie damals: http://kb.mozillazine.org/Unable_to_save_or_download_files#Enable_downloads_blocked_by_Security_Zone_Policy_-_Windows beschreibt es korrekt.

Dass es auch anders geht, beweist Google Chrome mit der schlichten Nachfrage, ob man weiß was man tut. Diese Alternative ist entschiedener benutzerfreundlicher als der Gebrauch von wget auf der Kommandozeile. Nebenbei lernt die Nutzer schon mal Google Chrome kennen.

Der Vollständigkeit halber: Ich bestreite nicht, dass in vielen Anwendungsfällen das derzeitige Verhalten von Firefox "richtig" ist; allerdings habe ich dauerhaft keine Verwendung für solch einen Browser, der mir keine Wahl lässt.

Sonntag, 28. September 2008

Mozilla Firefox 3 immitiert den MS Internet Explorer 7

Schon wieder Mozilla. Firefox 3 erlaubt das Downloaden ausführbarer Dateien nur dann, wenn dies dem Microsoft Internet Explorer 7 ebenfalls erlaubt ist. Andernfalls erscheint im Download-Manager die Fehlermeldung: Dieser Download wurde durch Ihre Sicherheitszonen-Regeln blockiert. In englisch: This download has been blocked by your Security Zone Policy.

Diese Abhängigkeit ist beabsichtigt und bei mozillaZine beschrieben. Eine Einstellung zum Abschalten dieser Prüfung in Firefox gibt es nicht.

Eine fragwürdige Design-Entscheidung. De facto unterstützt Firefox damit die Ansicht Microsofts, die Einstellungen des Internet Explorers seien allgemein gültig und die Bezeichnung Internetoptionen nur folgerichtig. Entweder folgt man dieser Interpretation an oder wechselt den Browser.

Samstag, 5. April 2008

Werner Koch, der maßgebliche Entwickler von GnuPG äußert sich bei der Beantwortung der Frage nach Nutzung der S/MIME-Unterstützung von GnuPG 2 über die Mozilla Foundation:
Well, KDE uses it. It is further the only Unix S/MIME application (with KMail) which passed the compatibility checks done by the BSI [1]. Mozilla has been tested too but woth some problems. In fact the Mozilla Foundation rejected our offer to implement a couple of useful and necessary enhancements to their S/MIME implementation. The way Mozilla works is basically: Show a positive result but don't annoy the user if the signature is suspicious. The fact that Mozilla may fall back to 40 bit RC4 encryption may indicate that the developers do not consider privacy a major goal.
(Mailingliste gnupg-users, 2008-04-04, Message-ID <874pahfiwv.fsf@wheatstone.g10code.de>, http://lists.gnupg.org/pipermail/gnupg-users/2008-April/033005.html)

Mozilla ist ein sehr erfolgreiches Open Source Projekt, interessant hierbei ist, inwieweit die bewusste Ausgrenzung von Anwendern mit fortgeschrittenen Anforderungen dafür notwendig ist. Man könnte dies auch als eine gelungene Reaktion auf das 20-80-Problem bezeichnen.